Tipps für die gelungenen Gespräche – aus Schatz, wir müssen reden!

1. Tipp: Die ZDF-Zahlen-Daten-Fakten-Sprache

Wenn Du ein selbstbewusster Mensch bist, nutze nicht den Satz „Schatz, wir müssen reden“, sondern nutze die „Zahlen-Daten-Fakten-Sprache“!
Mein Tipp ist: Wenn Du merkst, Deinen Partner überfordert das Beziehungsgespräch mit der Einleitung „Schatz, wir müssen reden“, nimm die Pointe vorweg und fang mal so an:
„Schatz, ich ich will ein “uns” auch in Zukunft aber kannst Du bitte am Montag mal 2 Stunden für mich da sein, ich habe viele Gedanken im Kopf und ich will dazu deine Meinung haben. Kannst du Dir da Zeit nehmen?”
Du hast damit eine 75% Chance, dass er oder sie Dir zuhört.
Zahlen Daten Fakten – können Beziehung retten, wenn sie noch zu retten sind und falls Dein Partner die Beziehung bereits abgeschrieben hat oder selbst unsicher ist, wird er es genau jetzt sagen.
„Schatz, wir müssen reden“ erzeugt Vermeidung und Angst, Die „Zahlen-Daten-Fakten-Sprache“ erzeugt Klarheit, Orientierung, Sicherheit…
…auf Augenhöhe

2. Tipp: 𝗗𝗶𝗲 𝗪𝗶𝗿-𝗔𝗹𝘀-𝗧𝗲𝗮𝗺-𝗦𝘁𝗿𝗮𝘁𝗲𝗴𝗶𝗲 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗕𝗲𝘇𝗶𝗲𝗵𝘂𝗻𝗴

In meinem Blog “Schatz wir müssen reden”, erwähne ich die “Wir-Als-Team-Strategie”. Diese Strategie, ist eine Möglichkeit, um Konflikten den Nährboden zu entziehen und um langfristig eine glückliche und interessante Beziehung auf Augenhöhe zu führen.

Stell Dir vor, Du stehst vor einer Mannschaft. Die Mannschaft hat bislang wenig Erfolg und hat viele Einzelkämpfer. Was tust Du, um in den nächsten Spielen mehr und mehr erfolgreiche Teamabläufe sehen zu können?

Es sind 5 Schritte .. Kennst Du sie?

  1. Die gemeinsame Idee
  2. Der gemeinsame Wunsch die Idee zu verwirklichen
  3. Das konkrete Ziel
  4. Emotionale Bilder zur Zielerreichung
  5. Wiederholung

Vielleicht kennst Du das Prinzip oder hast es schon einmal bei Deiner Führungskraft oder bei dem Trainer Deiner eigenen Mannschaft erlebt.

Das ist eine Methode die bei allen anfänglichen Gruppenbildungen eine hohe Wirksamkeit haben. Das ist also erst der Start der “Wir-Als-Team-Strategie”!

Eine Sache ist jedoch noch wirkungsvoller – und das ist eine gehörige Portion Humor und Selbstironie 😉

P.S. Mehr erfährst du in meinem Onlinekurs “Die goldenen Jahre”, aber das weißt Du ja bereits.

3. Tipp: Unterschiede akzpetieren

Wir sind alle irgendwie unterschiedlich und irgendwo auch gleich. Völlig natürlich ist es, dass Unterscheide auch zu Differenzen führen und sie sicherlich auch manchmal zu Streitthemen werden können.

„Gekauft wie gesehen“ gilt allerdings nicht für Unterschiede, die mit der Zeit nerven.

Grundsätzlich aber bereichern Unterschiede unser Leben. Manche Eigenheiten des Partners können wir jedoch nicht so leicht akzeptieren und dann sollte es auch ein Abgrenzung-Gespräch geben. (Dazu in einem anderen Artikel gerne mehr)

Kennst du schon meine „Beziehungs-Uhr“ aus meinen Ge(h)sprächen?

Stell Dir eine Uhr vor – 12 Stunden. In 8 dieser Stunden kannst Du die Unterschiede deines Partners als wertvoll erachten und wertschätzen. In 3 Stunden der Uhr kannst Du nur mit ganz viel Schwierigkeiten den Unterschied akzeptieren aber ihr könnt darüber reden und beide geben sich Mühe einen Umgang damit zu finden.

Und dann gibt es die letzte Stunde der Beziehungs-Uhr – da funktioniert die Akzeptanz des Unterschieds relativ selten. Diese letzte Stunde ist furchtbar mühsam.

Hier geht es meistens um einen Konflikt der Wertesysteme und auch hier entscheidet sich an einem vielleicht kleinen Punkt, ob die Beziehung eine langjährige wird oder eben nicht.

Für die meiste Zeit der Beziehungs-Uhr gilt jedoch: Akzeptanz ist machbar, wenn auch mit Mühe. Denn Du kannst Dich verändern aber nicht den anderen!

Fazit: Tipps und Tricks gibt es viele aber letzten Endes kommt es auf eure gemeinsame Wertelandschaft an. Wie du diese für dich und deinen Partner erstellst, kannst du lernen. Gerne zeige ich es euch in einem ersten Coachinggespräch.

Mehr zu diesem Thema

4 Veränderungssituationen

Um was für eine Veränderung handelt es sich? •••

selbst- und fremdbestimmte, erwartete und unerwartete Veränderungen

Veraenderung-1

Mut für den ersten Schritt

Sie als Person haben ein eigenes Wertesystem, verfügen über Stärken und Kompetenzen und folgen in Ihren Verhaltensweisen einem individuellen Muster, an dem man Sie wahrscheinlich auch gut erkennen kann. Wenn Sie also fragen, Wer kann mich in meiner Veränderung begleiten, schauen Sie auf sich und schauen auf Ihre Situation.  Wissen Sie bereits welcher Veränderungstyp Sie sind ?

Haben Sie sich schon bewusst gemacht, über welches Helfersystem Sie verfügen ?

Kommt es zu einer Veränderung, dann sind Sie und Ihre Situation in der Sie gerade die Veränderung erleben – also die IST-Situation – entscheidend für die SOLL-Situation.  Zunächst betrachten Sie in welchem Kontext Sie gerade Veränderung erleben:

Hilfestellung: Die 4 Veränderungssituationen

Es gibt 4 große Typen von Veränderungen. Unerwartete und erwartete und fremd- und selbstverursachte Veränderungen. Im Folgenden habe ich Ihnen 4 Typen von Veränderungssituationen beschrieben.

1. unerwartete Veränderungen, die bei mir beginnen

Beispiel (1): Ich koche und merke das Rezept klappt nicht. Die Umstellung braucht etwas Zeit und Mut für die Neuorientierung. Meine Akzeptanz ist mittelhoch bis gering. Ich reagiere eventuell mit Entäuschung. Der Stresslevel (1-10) liegt bei 5

2. erwartete Veränderungen, die bei mir beginnen

Beispiel (2): Ich entscheide mich für ein neues Handy. Ich habe mir vorher einige Modelle angesehen und daraus 2 Möglichkeiten ausgewählt. Die Umstellung fällt etwas schwer aber ich bin motiviert. Meine Akzeptanz für die Veränderung ist relativ hoch.

Der Stresslevel (1-10) liegt bei 2.

3. erwartete Veränderung, die von außen kommen

Beispiel (3): Mein Partner bittet mich nach 4 Jahren Partnerschaft zu einem Gespräch und macht mir einen Heiratsantrag.

Mein Mut ist normal, vielleicht bin ich etwas ängstlich ob alles klappt. Ich bin freudig aufgeregt, meine Akzeptanz für die Veränderung relativ hoch.

Der Stresslevel (1-10) liegt bei 6 ich tendiere zu einem freudigen „Ja“.

4. unerwartete Veränderung, die von außen kommen

Beispiel (4): Mein Partner teilt mir ohne Vorankündigung mit, dass die Beziehung nun enden muß.

Meine Angst ist hoch, mein Mut zur Veränderung ist kaum spürbar.

Der Stresslevel ist hoch – und ich tendiere zum Kampf, Flucht oder zum Schock.

Das einzige was jetzt helfen kann, ist eine Möglichkeit zu finden, das Steuer wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Zusammenfassung:

  • Zeigen Sie sich selbst Ihre Kompetenzen auf
  • Machen Sie sich bewusst, wen Sie als Helfer an Ihrer Seite haben
  • Schauen Sie sich die Situation der Veränderung genauer an? Sind Sie selbst am Steuer? Oder fühlen Sie sich gerade fremdbestimmt?

Meistens helfen Freunde, manchmal geht man den Weg alleine, und teilweise helfen psychologische Berater auf dem Weg der Veränderung.

Der erste Schritt ist also den Mut zu haben, sich selbst in seiner Situation zu beobachten und sich zu fragen, brauch ich Hilfe und wenn ja, von wem?